Was würde Open-Source Software kosten?

Den folgenden Artikel hat Alexander ursprünglich in seinem Blog gepostet. 

Wie erklärt man jemanden die Wertigkeit einer Sache die kostenlos ist? Es heißt „man bekommt immer genau das, wofür man bezahlt“. Was bekommt man aber wenn man nichts bezahlen muss und es trotzdem bekommt? Für eine Software die unter einer Open-Source Lizenz verfügbar ist lässt sich das schwer erklären. Immer wieder bemerke ich, dass proprietäre Software im Vergleich zu einer Open-Source Software bei einigen, gefühlt, eine höhere Wertigkeit besitzt. Schließlich bezahlt man dafür.

Das sich in unserer Welt alles um Geld dreht weiß man nicht erst seit STS. Deshalb habe ich versucht die Entwicklungskosten einer Open-Source Software anhand dem Beispiel TYPO3 zu berechnen. 

Nicht Freibier, sondern Redefreiheit

Open-Source Software ist kostenlos. Sie kann von jedem frei benützt, geändert und weitergegeben werden. Allerdings definiert sich das „frei“ nicht im Sinne von „Freibier“ sondern viel mehr im Sinne von „Redefreiheit“. Wer 10 Sekunden darüber nachdenkt entdeckt den Unterschied. Redefreiheit ist ein Privileg. Freibier etwas tolles am Wochenende. Eine genauere Definition von Open-Source ist bei der OSI verfügbar oder auf meiner Seite zu Open-Source

Softwarekosten berechnen

David A. Wheeler hat 2001 eine Studie veröffentlicht, in der er die Herstellungskosten des Betriebssystem Linux (Red Hat) mit Hilfe von COCOMO, einem algorithmisches Kostenmodell das 1981 bei Boeing entwickelt wurde, zu berechnen. Nach seiner Kalkulation würden sich die Herstellungskosten des frei verfügbaren Betriebssystems im Jahr 2001 auf 1 Billion Dollar belaufen und es hätte knapp 6,5 Jahre gedauert wenn die Entwicklung bezahlt werden müsste wie etwa beim Betriebssystem Windows von Microsoft. Weiterlesen

TYPO3Camp Berlin 2012

Berlin ist immer eine Reise wert! Unter anderem deshalb machte sich Kerstin dieses Jahr auf den Weg in die Hauptstadt um am TYPO3camp Berlin im SAE Institute teilzunehmen.

Das Camp begann am Freitagabend mit dem Mittwald Kickerturnier und einem lockeren Meet & Greet mit einigen bekannten und vielen neuen Gesichtern. Richtig los ging es am Samstag mit der Sessionplanung und schnell war klar, dass dies ein spannendes Wochenende werden würde. Zum ersten Mal mit einer eigenen Session im Gepäck berichtete ich über die Erfahrungen, die die digiparden in einem ersten größeren Projekt mit FLOW3 gesammelt haben. Das Feedback war sehr gut und das Interesse am Thema scheint offenbar ziemlich groß zu sein.

Die Sessions boten wieder eine bunte Mischung an Themen rund um TYPO3, Git, SEO, Shops und mobile Lösungen, so dass für jeden etwas dabei war. Ein Highlight war der Samstagabend, als wir mit einem roten Doppeldeckerbus zu einer Stadtrundfahrt aufbrachen und die ortskundigen Camp-Teilnehmer aus Berlin uns mit allerlei Insiderwissen (nicht nur) zu den Sehenswürdigkeiten versorgten. Angekommen am DECK5, der höchsten Strandbar Berlins, wurden wir mit einem leckeren Grill-Buffet begrüßt, bevor wir gemeinsam den ersten Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM über Portugal bejubeln durften.

Der Sonntag startete mit einem leckeren Frühstück in der Sonne, bevor es mit den Sessions weiterging. Daneben gab es viele Gelegenheiten neue Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig auszutauschen. Bei der Abschlussveranstaltung stellten die Teilnehmer eine Liste an Tools zusammen, die sie bei der täglichen Arbeit unterstützen. Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen.

Vielen Dank an die Organisatoren und Teilnehmer für ein rundum gelungenes TYPO3camp mit vielen tollen Begegnungen. Es war viel zu schnell vorbei und hat wieder großen Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf’s nächste Jahr – dann vielleicht auch mit einer Landung auf dem neuen Berliner Flughafen… [kh]

Bilder: SYMBIONT DESIGN für TYPO3camp Berlin

Auf der Website und bei Flickr gibt es weitere Impressionen vom TYPO3camp Berlin.