Adobe Create Now World Tour 2013 in Stuttgart – Creative Days Reloaded

Die digiparden-Mitarbeiter Florian Elischer und Anika Jörke besuchten am 05.11.2013 den Reload der Adobe Creative Days im Römerkastell in Stuttgart. Ihr Bericht mit den interessantesten Neuigkeiten und Erkenntnissen:

Wir wollten uns auf der Veranstaltung über Adobes Creative Cloud Software-Pakete informieren und uns von anwesenden Künstlern, Experten und Evangelisten inspirieren lassen. Es gab interessante Vorträge zu den Themen Layout und Design, Web-Workflows mit mobiler Ausgabe, Bildbearbeitung, Print- und E-Publishing sowie Postproduction von Videos.

digiparden auf den Adobe Creative Days 2013 in Stuttgart

Adobe Evangelisten stellen die Adobe Creative Cloud vor

Die drei Adobe Evangelisten Rufus Deuchler, Michael Chaize und Jason Levine eröffneten die Veranstaltung mit vielen Informationen zu den neuesten Features, Apps und Diensten der Creative Cloud (CC). Seit der Einführung von Adobes CC Suite, gibt es Verbesserungen, Innovationen und Bugfixes kontinuierlich und ad hoc. Somit ist man stets auf dem neuesten Stand der Technik und profitiert von effizienteren Arbeitsmethoden. „Dem Benutzer werden alle installierten Programme, sowie neue Updates, übersichtlich in einem App-Tab aufgelistet angezeigt“, erklärt uns Deuchler. „Man hat so schnell die Kontrolle über alle Adobe Produkte.“

Das sind die besten Innovationen und Neuerungen der Adobe CC

Einfaches Arbeiten durch ständige Synchronisation

Vorlagen, wie z.B. Pinsel, Farben und Fonts werden stets über die Cloud synchronisiert, so dass auch andere Benutzer oder man selbst auf einem anderen Rechner einfach auf diese Vorlagen zugreifen kann. So entfällt der nervige Abgleich auf vielen Systemen. In Verbindung mit der Adobe Kuler App (zurzeit nur für iPhone/iPad) ist es möglich, dass der Benutzer Farben aus einem Bild als Farb-Palette abspeichern und direkt in einem Adobe-Programm verwenden kann.

Die Entwickler haben vieles überarbeitet und verbessert, u.a. auch die Typografie-Funktionen in Photoshop oder Illustrator. Der Anwender hat durch die Touch-Type-Funktion die Möglichkeit, Text zerstörungsfrei zu verschieben/skalieren/drehen, ohne ihn vorher in Pfade umwandeln zu müssen. Bei Textänderungen bleiben die bestehenden Anpassungen erhalten.

Websites mit Illustrator erstellen? Adobe CC macht es möglich!

Auch Websites lassen sich deutlich bequemer erstellen. Die Software erzeugt nun automatisch den kompletten CSS-Code der in Illustrator gestalteten Website. Zudem kann man Vektordateien aus Illustrator in Dreamweaver einfügen und somit verlustfrei skalieren.

Mit Adobe Muse kann man ohne Programmieraufwand dynamische Websites für Desktop und mobile Endgeräte erstellen – für Rapid Prototyping sicherlich eine sinnvolle Unterstützung. Muse richtet sich vor allem an Designer, die Berührungsängste mit Code haben. Aber auch für Frontend-Entwickler kann dieses Programm eine gute Unterstützung sein. Welche Qualität allerdings der erzeugte Code hat, müssen die digiparden-Mitarbeiter noch überprüfen. ;-)

E-Book Erstellung komplett vereinfacht

Die E-Book-Erstellung in InDesign wurde ebenfalls überarbeitet, erweitert (epub Standard 3.0) und einfacher gestaltet. Gerade die Ausrichtung von Text und Bildern verursacht nun deutlich weniger Kopfschmerzen. Es stehen neue Parameter zur Verfügung, die mehr Kontrolle über die Darstellung des Inhaltes zulassen, was bisher nicht ganz so einfach gelöst war.

Programme zur Videobearbeitung noch enger miteinander verbunden

Jason Levine führte Neuerungen im Bereich Videonachbearbeitung/Postproduction an einem Beispiel mit Adobe Premiere Pro, Speed Grade und AfterEffects vor und erklärte: „Premiere Pro und Speed Grade sind per DirectLink noch enger miteinander verbunden. Der Benutzer kann nun jeden einzelnen Clip aus einem Video unabhängig voneinander bearbeiten, ohne extra Rendering und Maskierung.“ After Effects bietet durch die Upscaling-Technologie bessere Qualität, sollten Videoclips/Bilder mit geringerer Auflösung nach oben skaliert werden. Eine große Zeitersparnis bietet der neue Mask-Tracker oder die Verkrümmungsstabilisierung VFX. 3D-Objekte aus Maxxons Cinema 4D (eine Light-Version ist inzwischen in der CC integriert) lassen sich ohne Pre-Rendering in ein AfterEffects-Projekt direkt einbinden.

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Von Photoshop direkt in Edge Reflow exportieren

Michael Chaize stellte Adobe Edge Reflow vor und erläuterte die wichtigsten Neuerungen von Photoshop CC. Reflow beinhaltet ein Grid-System zum Aufbau responsiver Websites. „Ganz einfach lassen sich hier Breakpoints einfügen und somit die optimale Darstellung für Screens von Tablet und Smartphone erzeugen“, so Chaize. Durch den Adobe Generator ist mit einem Klick der Export von Assests aus einer PSD-Datei möglich. Dies geschieht über die entsprechende Benamung der jeweiligen Ebene. Verwackelte Bilder lassen sich nun einfach und schnell nachschärfen. Die Praxis wird zeigen, wie gut der Algorithmus wirklich ist. Die beiden Programme sind sehr eng miteinander verbunden. Der Anwender kann direkt von Photoshop in Edge Reflow exportieren. Ändert man Einstellungen in Photoshop, so wird die Änderung in Edge Reflow automatisch aktualisiert, was den Workflow um einiges erleichtert.

Mobiles Bugfixing einfach gemacht

Mit Adobe Edge Inspect kann man einfach Web-Designs/Layouts auf mobilen Endgeräten prüfen. Dazu verbindet man die einzelnen Devices mit Inspect. Erfolgt über den Browser nun ein Update der Darstellung, so ist diese sofort auf allen Geräten sichtbar. Darüber hinaus kann man den Code auf Probleme hin untersuchen, um Bugs zu fixen.

Kaufen oder mieten oder was?

Vor der Mittagspause führte der Moderator Klaus Kurz mit dem Agenturmanager Martin Wider eine kurze Diskussion über die Umstellung des Adobe-Preismodells von kaufen auf abonnieren. Es ging in erster Linie um die pragmatischen Gründe, die für dieses neue Vertriebsmodell sprechen und darum, welche Vorteile Anwender von diesem Modell haben. Dabei wurde mit allerlei Vorurteilen aufgeräumt, die dazu im Netz geisterten. Wohl auch deshalb, weil Adobe etwas nachgebessert hat, was die Konditionen des Abo-Modells betreffen. Bei einem der Vorurteile ging es um den Verlust der Dateien, sobald man nicht mehr Adobe CC nutzt, was natürlich nicht stimmt. Es sprach sich auch herum, dass man Dateien mit Kunden, die kein CC-Mitglied sind, nicht teilen könnte. Falsch, denn man kann Links direkt aus der CC als Mail versenden und somit kann jeder auf die jeweilige Datei zugreifen.

Digitale Mediennutzung nimmt zu – 25% Rückgang bei Print vs. 400% Steigerung bei digitalen Medien!

Nach der Mittagspause entführte uns der Schweizer Medienforscher Roger Spindler in die Zukunft des Designs. Er teilt die Medien in zwei Gruppen ein: Diffusions- und Fokusmedien. Spindler erklärt: „Diffusionsmedien sind z.B. Social Media, Apps, Second Screen (TV, Tablet) usw.” Er sprach hier von dem Begriff Sociotainment. Das sind soziale Medien auf dem Begleitscreen.
„Fokusmedien sind Kino, Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, E-Books usw. Sieht man sich den Trend an, so ging der Verkauf von Zeitungen um 25% und der von Zeitschriften um 23% zurück. Online-Medien stiegen hingegen um 400% und mobile Angebote um 200%“, verdeutlicht uns der Medienforscher. Hier erkennt man genau, wohin die Tendenz heutzutage geht. Zum Schluss nannte er die für ihn drei wichtigsten Zukunftstrends: 1. Big Data, 2. Augmented Reality (=computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung), 3. Makers (Content Ersteller).

Publishing mit InDesign einfacher als je zuvor

Im Anschluss zeigten die Publishing-Experten Markus Jasker und Matthias Schulze, wie man Design und Publishing-Herausforderungen mit InDesign effizient meistern kann. U.a. neu bei InDesign: Unterstützung für Retina-Displays, schnelle Generierung von QR-Codes, schneller Zugriff auf Schriften. Der Benutzer kann einen Teil des Schriftschnitts eingeben und schon wird die Liste der passenden Schriften automatisch nach den individuellen Kriterien gefiltert. Dank der neuen Schriftenvorschau, lässt sich schnell prüfen, ob die Schriften ins Layout passen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, häufig verwendete Schriften als Favoriten zu markieren, was die Suche leichter und schneller gestaltet.

Design in Action mit Adobe Ideas und iPad!

Anschließend verriet die Diplom-Designerin Rebekka Strauß ihre Workflows. Dazu verwendete sie lediglich die App Adobe Ideas auf ihrem iPad. Sie zeigte, wie sie vom Scribble bis zum fertigen Mockup mit dieser App arbeitet und wie über die CC auch ihre Kunden in den Arbeitsprozess mit eingebunden werden können, indem sie auf die jeweiligen Dateien über die Cloud zugreifen können.

Endlich frustfrei: HTML5, Responsive Design und Mobile!

Die Web-Experten Andre Jay Meissner und Frank Esser zeigten, wie man mit modernen Werkzeugen HTML5, Responsive Design und Mobile frustfrei meistern kann. Schon der Export aus Photoshop wurde deutlich vereinfacht. Der Rest wurde mit den Adobe Edge Tools vorgeführt (siehe oben). Adobe Edge Webfonts mit über 500 kostenlosen Online-Schriften ist im Gegensatz zu Typekit kostenlos. Adobe Edge Animate ist für Animationen und Storytelling geeignet. Hiermit lassen sich komplexe Animationen relativ problemlos erstellen. Für ältere Browser gibt es ein Fallback, hier finden einfach keine CSS-Transitions statt.

Nahtlose Workflows in der Video- und Bildbearbeitung

Die Imaging-Profis Michael Mörtl und Sven Dölle führten im nächsten Vortrag mit Photoshop und Lightroom vor, wie einfach Video- und Bildbearbeitung mit den richtigen Tools sein kann. Bereits vor dem Import der Bilder in Premiere Pro ist es wichtig, dass diese richtig benannt sind, z.B. img001, img002 usw.. Zusätzlich kann man auch ein Copyright hinzufügen.
Hat man die Einstellung für ein Bild vorgenommen, kann man diese automatisch für alle weiteren Bilder in Lightroom übernehmen lassen. Beim Import reicht es, ein Bild auszuwählen und das Häkchen bei Bildsequenz zu setzen und schon werden alle dazugehörigen Bilder, sofern sie richtig benannt wurden, importiert. In Speed Grade kann man noch zusätzlich Film-Looks erstellen und auf die Bilder anwenden. In Premiere Pro gibt es so genannte Presets, die via Photoshop als TGA-File importiert werden können.

Für Photoshop und Lightroom gibt es übrigens für Anwender von Photoshop CS3 oder höher, ein Abo für 12,29 € im Monat (nur noch bis 31.12.2013). Dieses richtet sich speziell an Fotografen und Bildbearbeiter, die nur mit diesen zwei Programmen arbeiten.

Wer Lust hat, seine Farbsehtüchtigkeit zu überprüfen, kann einfach mal den Farbentest ausprobieren. Einer der Adobe-Mitarbeiter schnitt dabei eher suboptimal mit einem Ergebnis von 160 ab ;-). Die Skala geht von 0 bis über 1000. Je niedriger der Wert, desto besser ist das Ergebnis. Bei uns lagen die Ergebnisse zwischen 23 und 0 – gar nicht so schlecht, oder? :-)

Zum Abschluss gab es dann nochmal ein ganz besonderes Highlight. Die Besucher bekamen einen Einblick in die Arbeit des Meisterfotografs und Photoshop-Künstlers Matthias Schwaighofer. Er hat sich auf Porträtfotos, Fashion- sowie Aktbilder und aufwändige Composings spezialisiert. Matthias zeigte uns wertvolle Tipps und Tricks, wie man ganz einfach Bildkompositionen realistisch optimieren kann und wie man z.B. ein Porträt in Vollendung bearbeitet. Ein sehr gelungener Vortrag mit viel Charme und Witz.

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Der Tag war sehr spannend und informativ und zeigte uns, welche Vorteile die Adobe Creative Cloud zu bieten hat. Besonders gut fanden wir, dass die Experten auch in der Praxis die Programme vorstellten, was uns einen besseren Einblick in die Neuerungen der Adobe CC verschaffte. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung :-)

Weitergehende Infos findet man auf verschiedenen Adobe Seiten. Wir sind der Meinung, dass sich ein Update in jedem Fall lohnt.

Unter diesem Link findet ihr weitere Videos von der Veranstaltung:
http://www.adobe.com/de/event/creativedays.html#cta

4 Gedanken zu „Adobe Create Now World Tour 2013 in Stuttgart – Creative Days Reloaded

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